Northwest Territories

Willkommen in den Northwest Territories





Fremdenverkehrsamt Northwest Territories









Northwest Territories


Statistik

Name: Ursprünglich für die Landmasse nordwestlich von Zentralkanada.
Bevölkerung: 62.900 Einwohner; städtisch 46,3 %, ländlich 53,7 %
Bevölkerungsdichte: 0,019 pro Quadrat km.
Ethnische Herkunft: Ureinwohner 60%, Britisch 25%, Französisch 6%, Deutsch 4%.
Sprachen: Englisch 55%, Inuktitut 28%, Französisch 3%, Andere 14%.
Zeitzonen: Atlantic Standard (östliches Baffin Island) MEZ -5 Std.; Eastern Standard (Baffin Island, Melville Peninsula, Belcher Island) MEZ -6 Std.;
Central Standard (westlich Baffin Island, Keewatin, östlich Kitikmeot) MEZ -7 Std.; Mountain Standard (westlich Kitikmeot, Rest der westlich Arktis) MEZ -8 Std.
Sales Tax: Keine
Hauptstadt: Yellowknife, etwa 16.000 Einwohner.
Wichtigste Orte: Iqualuit (3.500 Einwohner), Inuvik (3.000 Einwohner), Hay River (3.000 Einwohner), Fort Smith (2.500 Einwohner); Rankin Inlet
(1.700 Einwohner).
Geographie: Gebiet 3.426.320 Quadrat km; Inländische Wasserfläche 133.300 Quadrat km, Anteil Kanada 33,9%; höchster Punkt Mount Sir James Mac Brian 2.762 m.



Allgemein

Im Gegensatz zum relativ erschlossenen Yukon sind die Northwest Territories nur schwer zugänglich. In dem Gebiet von der Größe des indischen
Subkontinents gibt es ganze drei Straßen, von denen zwei von dem aus Alberta heraufkommenden Mackenzie Highway mitgebracht werden. Sie
verlaufen am Südrand des Riesengebietes und verbinden vor allem die Hauptstadt Yellowknife und Umgebung mit dem Rest der Welt. Die dritte ist
der Dempster Highway, der im äußersten Nordwesten vom Yukon kommend die Provinzgrenze überquert und in Inuvik endet.

Bis 1870 war Prinz-Rupert-Land, wie die NWT früher hießen, im Besitz der Hudson´s Bay Company. Dann kaufte Kanada der Gesellschaft das Territorium
für 300.000 Dollar ab. Später wurden große Stücke zur Bildung der Provinzen Manitoba (1870), Saskatchewan (1905) und Alberta (1905) abgetrennt.
1898 bastelte die Bundesregierung aus dem westlichen Zipfel das Yukon Territory. Im Jahre 1912 erhielt auch Ontario und Québec ein Stück vom Kuchen.
Dennoch machen die Northwest Territories mit 3.426.320 Quadrat km noch immer ein Drittel des kanadischen Staatsgebietes aus. Es ist die einzige Region,
in der Kanadas Ureinwohner zahlenmäßig überwiegen.

Von wirtschaftlich nennenswerter Bedeutung ist der Bergbau. Abgebaut wird vor allem Zink, Gold und Blei. Rund 2.000 Menschen sind hier beschäftigt.
Die geförderten Mineralien werden außerhalb des Territoriums weiterverarbeitet. In Norman Wells und bei Bent Horn auf Cameron Island wird Öl gefördert.
Für die Zukunft setzt Kanadas entlegenster Norden auf den Tourismus. Zwar werden die NWT niemals ein Massenziel werden, doch gilt das Potential noch
lange nicht als ausgeschöpft. Hauptattraktion ist die unberührte Natur. Outdoor-Aktivitäten wie Hiking, Kanuwandern, Angeln und Jagen sowie die
Beobachtung des Nordlichts, der Aurora Borealis stehen im Angebot ganz oben. 1994 wurden bereits 48.000 Besucher gezählt. Reisezeit ist von Anfang
Juni bis Anfang September. Attraktiv ist auch das Kunsthandwerk der Inuit, die sich zu Kooperativen zusammengeschlossen haben und international angesehene Objekte herstellen. Mehrere regionale Fluglinien sorgen für die Anbindung der Siedlungen an Yellowknife und den Rest Kanadas.




Geographie

Die Northwest Territories bedecken über ein Drittel der Staatsfläche Kanadas. Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 3.283 Kilometer, die größte
Süd-Nord-Ausdehnung 3.404 Kilometer. Die Küstenlinie ist insgesamt rund 30.000 Kilometer lang und macht 24% der Küstenlinie Kanadas aus.
Nördlichster Punkt ist die Nordspitze von Ellesmere Island. Sie nähert sich dem Nordpol bis auf 800 Kilometer. Die NWT werden im Osten und im Westen
von Bergmassiven eingerahmt. Im Westen bilden die Mackenzie-, Selwyn- und Richardson Mountains eine natürliche Barriere, im Osten liegen die mit
Gletschern überzogenen Gebirge der Baffin-, Bylot-, Devon- und Ellesmere Islands.

Im Bett einer Verlängerung der Prärien Zentralkanadas fließt der Mackenzie River ins Eismeer. Im Osten wird die Wildnis von der Landschaft des
Kanadischen Schilds bestimmt. Diese größte Granitplatte der Welt zieht sich, von Baffin Island kommend, um die Hudson Bay bis hinauf in die Keewatin -Region.
Die Baumgrenze verläuft von Inuvik im Nordwesten bis etwa zum 60. Breitengrad an der Westküste der Hudson Bay.



Klima

Die Temperaturen im Juli und August liegen mit Werten um 20 Grad fast so hoch wie in den südlichen Regionen Kanadas. Die Niederschläge fallen
dagegen deutlich niedriger aus, da die extrem kalte Luft nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnimmt.



Anreise

Für den westlichen Teil des riesigen Nordwest Territories wählt man als Ausgangspunkt Yellowknife, das via Calgary oder Winnipeg täglich mehrmals
angeflogen wird. Im Osten des Territories ist es Iqaluit, das ehemalige Frobisher Bay. Iqaluit ist täglich via Ottawa oder Montréal erreichbar.



Reisezeit

Mitsommer, Ende Juni, ist die beste Reisezeit für die verkehrsmäßig gut erschlossenen Gegenden des Territories. Die Sommertemperatur steigt selten
über 15 Grad Celsius. Bedingt durch die geographische Vielfältigkeit sind starke Temperaturunterschiede gegeben.



Verkehrsmittel

Gebräuchliche Verkehrsmittel sind das Flugzeug und das Boot. Mit dem eigenen Fahrzeug läst sich nur der südliche, westliche Teil bereisen.
Fahrzeuge können in Yellowknife angemietet werden.













© Marko Broekmann 2005



Fremdenverkehrsamt Northwest Territories