Yukon

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Fremdenverkehrsamt Yukon


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Das Land

Der verlorene Subkontinent Beringia führt uns zurück in die letzte Eiszeit. Während das übrige Kanada unter einem massiven Eispanzer begraben war, blieb
eine Region, die das heutige Ostsibirien, Alaska und den Yukon umfaßt, von den Gletschern unberührt. Als Folge der Vergletscherung senkten sich die
Meeresspiegel um bis zu 125 Meter ab. Ein Teil der heutigen Bering See zwischen Asien und Amerika wurde trockengelegt, die Bering Landbrücke
entstand. Die darauf wachsende, von Gräsern dominierte Fauna ernährte eine erstaunlich vielfältige Flora und Fauna.

Die Steppe Beringias beheimatete eine Vielzahl von Herbivoren und Carnivoren. Der bekannteste Vertreter der beringianischen Fauna ist das
Wollhaarmammut, ein Verwandter des modernen asiatischen Elefanten. Diese Tiere hatten eine Schulterhöhe von etwa drei Metern - so hoch wie ein
Basketballkorb. Jahrtausende lang zogen diese buckligen Giganten über die Steppenländer des Nordens.


Die Geschichte

Die ersten Bewohner der neuen Welt zogen vor mindestens 24.000 Jahren von West-Beringia aus ins heutige Nordamerika. Diese Menschen folgten
den Mammut- und Büffelherden und Dank ihres Einfallsreichtums entwickelten sie effektive Jagdmethoden, um die großen Säuger der Mammutsteppe zu
jagen. Letztendlich sollten sie diese Tiere überleben.

Die First Nations (Ureinwohnergruppen) des Yukon arbeiten heute daran, ihre Urgeschichte, die bis in die Zeit Beringias zurückreicht, zu erhalten. Durch
die Wiederbelebung ihrer Sprachen stellen die Indianer sicher, daß ihre mündlich überlieferte Geschichte auch in Zukunft von Generation zu Generation
weitergegeben wird. Der Respekt, den sie bereits zu Zeiten Beringias für das Land hatten, lebt weiter und während die Tiere, die sie jagen, nicht mehr so
gigantisch sind wie früher, stellen sie doch weiterhin eine wichtige Nahrungsquelle dar.

Nähere Informationen zur Geschichte gibt es leider nur in Englischer Sprache auf der Seite der Botschaft von Kanada.


Die Bevölkerung

Die First Nations im Yukon sind Hüter eines besonderen Verständnisses für das Leben im Norden. Sie sind seit vielen Tausend Jahren in diesem Land
ansässig und ernähren sich seit jeher von Jagd, Fallenstellen und Fischfang.

In vergangener Zeit brachen die Indianer im Winter und Frühling in kleine Familiengruppen auf, vereinigten sich jedoch im Sommer, um die laichenden
Lachse zu fangen und im Herbst auf Karibujagd zu gehen. Auch Elche und Schafe dienten als Nahrung. Das Leben in den Wäldern forderte von den
Menschen, mobil zu sein. Infolgedessen wurden verschiedenste Materialien und Vorräte an traditionellen Lagerplätzen entlang einem etablierten Wegenetz
gelagert. Nur das reichhaltige Wissen - ein tiefschürfendes Verständnis für ihr Land und die erforderliche Lebensweise – transportierten die Ureinwohner
von Ort zu Ort.

Unter den Indianern gibt es ein wachsendes Interesse, die traditionellen Lebensweisen einschließlich Sprache, Liedgut und Kultur, fortzuführen. Zur
Deckung des Lebensbedarfs an Nahrung wird bis heute in den traditionellen Gebieten der Indianer gejagt, gefischt und Fallen gestellt.
Achten Sie auf Zeltstangen und andere Einrichtungen, wenn Sie auf Lagerplätze stoßen. Bitte stören oder beschädigen Sie diese Gegenstände
nicht.

Die meisten Angehörigen der Indianerstämme im Yukon gehören entweder zur Sprachenfamilie der Athapasken oder Tlingit: Gwitchin (Old Crow),
Han (Dawson City), Northern Tutchone (Mayo, Carmacks, Pelly Crossing), Southern Tutchone
(Whitehorse, Haines Junction, Burwash Landing, Champagne), Kaska (Ross River, Watson Lake, Upper Liard), Tagish (Tagish), Tlingit (Carcross, Teslin)
und Upper Tanana (Beaver Creek).

Die soziale und politische Struktur der Indianerstämme beruht auf zwei matriarchalischen Clans – dem Wolf- und dem Crow-Clan. Die Grundregel
der wechselseitigen Heirat bestimmt, daß Crow Wolf heiraten muß und stellt so sicher, daß zu jeder Zeit Verbindungen zwischen den Clans und
Menschen der verschiedenen Orte herrschen.

Beim Commissioner's Potlach versammeln sich Indianer aus dem ganzen Yukon und aus ganz Nordamerika. Die First Nations des Yukon laden Sie
herzlich dazu ein, Ihre spezielle Schönheit, Kultur und Geschichte zu entdecken.

Die Indianer im Yukon besitzen eine starke Spiritualität, die auf urzeitlicher, mündlicher Geschichtsüberlieferung, von den Vorfahren übernommenem
Respekt für das Land sowie den Kräften der Natur, der Tiere und der Pflanzen basiert. Überall in der Natur werden spirituelle Kräfte gespürt; die
Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Balance zwischen all diesen Kräften ist außerordentlich wichtig. Die Spiritualität der Ureinwohner ist mehr als
ein Glaube – sie ist ein Lebensstil. Die Indianer glauben, daß jede Person auf der Erde eine besondere Gabe vom Schöpfer erhalten hat und die
lebenslange Aufgabe besitzt, diese Gabe zum Wohl der Gemeinschaft zu entwickeln. Die Spiritualität der Ureinwohner lehrt, wie kranke Menschen geheilt
werden können, wie im Einklang mit dem Land gelebt und wie spirituelle Kraft entwickelt werden kann.


© Marko Broekmann 2005



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